Wechsel von der Erziehertätigkeit zur Pädagogischen Unterrichtshilfe

Am 17.04.2020 endet die Bewerbungsfrist für die Einstellung von Pädagogischen Unterrichtshilfen ab dem kommenden Schuljahr. Für Erzieher*innen ist dies eine Möglichkeit der beruflichen Weiterentwicklung. Es müssen jedoch einige Aspekte bedacht werden.

1.) Kolleg*innen, die bereits beim Land Berlin als Erzieher*innen beschäftigt sind, werden bisher in der Regel nach der E 8 bezahlt. Eine Überleitung in die S 8a rückwirkend ab dem 01.01.2020 wird für die meisten von ihnen noch vollzogen werden. Damit kommt es in der Regel zu einem höheren Gehalt. Betroffene Beschäftigte sollten die Tabellenwerte der S-Tabelle mit den Tabellenwerten der allgemeinen Entgelttabelle des TV-L vergleichen. Dabei sind verlängerte Stufenlaufzeiten in der S-Tabelle zu bedenken. Pädagogische Unterrichtshilfen werden nach wie vor nach der E 9b oder E 9a der allgemeinen Entgelttabelle bezahlt. Die Regelungen zur Höhergruppierung nach § 17 Abs. 4 TV-L gelten auch bei einem Wechsel von der S-Tabelle in die allgemeine Entgelttabelle (siehe GPR-Info 1/2020).

2.) Beschäftigte, die bereits beim Land Berlin beschäftigt sind, sollten keinen neuen Arbeitsvertrag unterschreiben, sondern einen Änderungsvertrag (siehe GPR-Info 1/2020).

3.) Die Arbeitszeit von PU ist anders geregelt. Während Erzieher*innen 39,4 Stunden arbeiten, ein Recht auf 4 Stunden mpA und 6 Wochen Jahresurlaub haben, arbeiten PU 40 Stunden (32,5 Stunden mit Kindern und 7,5 Stunden Vorbereitungszeit) und unterliegen der Ferienregelung.

Bei Bedarf sollte eine Beratung in Anspruch genommen werden.